Lunchgespräch mit Morten Olesen

28.08.2017, Berlin

Lunchgespräch im GROSZ mit Morten Olesen, Head of Real Estate Investment  bei der FFIRE Immobilienverwaltung AG, Berlin.

Lunchgespräch im GROSZ mit Morten Olesen

Morten, was beschäftigt dich zurzeit am meisten?

Die Finanzierung von Projekten, die aus opportunistischer Sicht interessant sind. Ich stecke viel Zeit in den Beziehungsaufbau und -Erhalt zu Banken und anderen Finanzierern, da das Vertrauen in das Unternehmen, bzw. die handelnden Personen eine große Rolle spielt. 2017 war bislang für uns eher ein Jahr des Ankaufs, als des Verkaufs.

Ihr bildet Assetmanagement und Verwaltung intern als Eigentümer ab. Wo siehst du die Vorteile? Eigentlich ist das ja ein klassisches Outsourcing-Produkt.

Das ist auch ein weiterer Punkt, der mich im Moment sehr beschäftigt: der höhere Arbeitsaufwand durch die vielfältigen Aufgaben des Asset Managements und gleichzeitiger Verwaltung der Immobilien. Die Vorteile liegen für uns aber klar auf der Hand. Die Kommunikationswege sind kürzer, es kommt weniger zu Interessenskonflikten und die Qualität der Leistung können wir direkt selbst steuern. Durch die vielen Zukäufe brauchen wir aber dringend weitere, tatkräftige Unterstützung im Asset Management!

Geringe Informationstiefe bei opportunistischen Investments

Wir sind ein opportunistischer Investor. Das heißt, wir haben es in der Regel mit Projekten zu tun, die eine geringe Informationstiefe haben, einen hohen Instandhaltungsstau und damit einen deutlich höheren Arbeitsaufwand. Bei der Übernahme der Objekte und Restrukturierung von Finanzierungen sind wir wirklich gefordert. Aber es macht auch immer viel Spaß. Das Team bei uns ist exzellent!

Das kann ich aus den eigenen Erfahrungen mit euch bestätigen 🙂 Morten, wir war dein Weg eigentlich in die Immobilienbranche?

Lacht – eigentlich war es ein Versehen…

Ich war Management und Investment Analyst in London, also Berater. Meine Mandanten waren unter anderem Käufer von Immobilienportfolios. Dann bekam ich den Auftrag für einen großen Private Equity Fonds. Die Anlagevolumina teilten sich auf 1 Mrd. Volumen in Deutschland und 1 Mrd. in Macao auf. Ich wäre natürlich gerne auch nach Macao gegangen, aber mein damaliger Vorgesetzter meinte: “Morten, du bist Däne! Das ist doch das gleiche, wie Deutschland – Du gehst nach Deutschland.” So war ich dann für ein paar Jahre für deutsche Wohnimmobilienfonds verantwortlich.

Wann bist du denn auf Dr. Marc Schulten getroffen?

Marc Schulten war damals Berater bei der Gesellschaft, für die ich gearbeitet habe. Darüber kam der persönliche Kontakt erstmalig zustande. Während meiner anschließenden Tätigkeit für die Deutsche Annington kam dann im September 2013 das Angebot, für die FFIRE den Investmentbereich zu übernehmen. Seither bin ich für Transaktionen und Finanzierungen verantwortlich. Bei mittelständischen Unternehmen, wie der FFIRE, sind die Aufgabenbereiche aber nicht so starr festgelegt. Das macht es für mich auch besonders spannend!

Was kannst du heute der Next Generation als Tipp geben?

Menschlichkeit und Vertrautheit zählt mehr, als die sofortige Perspektive. Das eigene Potenzial nutzt man nur dann richtig, wenn man von tollen Persönlichkeiten umgeben ist. Der Erfolg ergibt sich dann früher oder später von ganz alleine.

“Ein Vorstellungsgespräch dient der Prüfung für beide Seiten.”

Das ist meines Erachtens auch ein ganz wichtiger Punkt für ein Vorstellungsgespräch bei einer neuen Firma: Als Bewerber sollte man den Arbeitgeber ebenso prüfen und überlegen, ob man sich wohlfühlt. Schließlich verbringen wir die meiste Zeit des Tages am Arbeitsplatz. Meine Einstellung dazu ist, dass man auf sein direktes Arbeitsumfeld besonderes Augenmerk legt. Was bringt schließlich das überdurchschnittliche Gehalt, wenn mir die Arbeit keinen Spaß macht?

Danke für das schöne Gespräch, Morten!

Morten und ich haben uns vor drei Jahren im Rahmen einer Transaktion für FFIRE kennengelernt. Die Zusammenarbeit mit Morten und dem Unternehmen war damals immer erstklassig und sehr professionell. Der Kontakt ist nie abgerissen und immer wieder hat man Überschneidung, hört oder liest voneinander.

Wer Lust hat, als Junior Asset Manager Teil des Teams bei FFIRE zu werden, meldet sich gerne bei mir

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